SSH-Port auf dem Server ändern
SSH vom Standardport 22 verschieben und die Angriffsfläche für Brute-Force-Attacken reduzieren.
Standardmäßig lauscht SSH auf Port 22 — und genau dort suchen automatisierte Bots zuerst. Sobald ein Scanner einen offenen Port 22 entdeckt, beginnt er, Anmeldeversuche dagegen abzufeuern. Ein Wechsel auf einen nicht standardmäßigen Port macht Ihren Server nicht unsichtbar, eliminiert aber den Großteil dieses Rauschens praktisch über Nacht.
Verbindung zum Server herstellen
Verbinden Sie sich per SSH mit einem Client Ihrer Wahl:
- Windows: PuTTY, MobaXterm, Windows Terminal
- macOS / Linux: das integrierte Terminal
ssh root@YOUR_SERVER_IP
Belegte Ports prüfen
Stellen Sie vor der Wahl eines neuen Ports sicher, dass er tatsächlich frei ist:
netstat -tupln | grep LISTEN
Der Befehl listet alle aktuell genutzten Ports auf. Wählen Sie eine freie Nummer — der Bereich 1024–65535 eignet sich gut.
SSH-Konfiguration bearbeiten
Öffnen Sie die SSH-Daemon-Konfigurationsdatei in Ihrem bevorzugten Editor:
Nano:
nano /etc/ssh/sshd_config
Vi:
vi /etc/ssh/sshd_config
Suchen Sie diese Zeile:
#Port 22
Kommentieren Sie sie aus, indem Sie das # entfernen, und ersetzen Sie 22 durch Ihre gewählte Portnummer:
Port 2222
Datei speichern
Nano: Ctrl + O → Enter → Ctrl + X
Vi: geben Sie :wq ein und drücken Sie Enter
SSH-Dienst neu starten
Wenden Sie die Änderung an, indem Sie SSH neu starten:
systemctl restart sshd
Falls das auf Ihrem System nicht funktioniert, probieren Sie eine dieser Alternativen:
/etc/init.d/ssh restart
# oder
/etc/init.d/sshd restart
Neuen Port überprüfen
Schließen Sie Ihre aktuelle SSH-Sitzung noch nicht. Testen Sie zuerst den neuen Port — falls etwas schiefgelaufen ist, dient die bestehende Verbindung als Fallback.
Öffnen Sie ein neues Terminalfenster und verbinden Sie sich über den neuen Port:
ssh -p 2222 root@YOUR_SERVER_IP
In PuTTY aktualisieren Sie einfach das Feld Port vor dem Verbindungsaufbau.
Wenn die Anmeldung erfolgreich ist, sind Sie fertig. Port 22 ist nun geschlossen, und SSH ist nur noch über den neuen Port erreichbar.
Falls Sie eine Firewall (
iptablesoderufw) betreiben, vergessen Sie nicht, eingehende Verbindungen auf dem neuen Port zu erlauben und optional Port 22 zu sperren, um alles sauber zu halten.
Hilfe
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